WASSERHÄUSCHEN.de

06.10.2003

Wasserhäuschen sind Kunst!

Das ist angesichts der seit 1. Oktober laufenden Ausstellung im Historischen Museum zu Frankfurt am Main zumindest zu vermuten. Das macht meines Erachtens auch Sinn, denn Besucher eines Wasserhäuschens verhalten sich schließlich ähnlich wie Gäste einer Vernissage: Sie trinken halt gern mal einen über den Durst!

Dieser Zusammenhang zwischen Kunst und Wasserhäuschen erinnert mich an eine meiner Lieblingssendungen aus den 80er Jahren: Dem Monaco Franze. In der Eingangsszene der ersten Folge "Ein bissel was geht immer" erzählt der Monaco aus seiner schwierigen Jugend im Münchner Westend (nicht zu verwechseln mit dem Pendent in Frankfurt):

Kultur, des war für uns, dass einer sauber gewaschen war, und des einzige, was wir von Kunst verstanden haben, war "Kunnst mir amal fünf Mark leihen?"

Mit einem ähnlichen Vokalverdreher schleicht sich morgens auch mein Sohn in's elterliche Schlafzimmer:

Mumuu, bust Du schun wuch?

Ich hoffe inständig, dass die Vernachlässigung des Vaters bei diesem Wortspiel nicht auf einen bereits stark ausgebildeten Ödipus-Komplex zurückzuführen ist, sondern nur die noch sprachlichen Unzulänglichkeiten eines Vierjährigen widerspiegelt!

Wasserhäuschen an der Hellerhofstrasse

Auch schön:

Auch Wichtisch!